Kabel Deutschland-Dividende in 2013

Kabel Deutschland wird seinen Aktionären für das Geschäftsjahr 2012/13 voraussichtlich eine Dividende in ähnlicher Höhe wie für 2011/12 zahlen. Dies gab der Finanzvorstand bekannt.

Kabel Deutschland stellt seinen Anlegern für das Geschäftsjahr 2012/13 eine Dividende in ähnlicher Höhe wie 2011/12 in Aussicht. Gegenüber dem Anlegermagazin „Börse Online“ äußerte Finanzvorstand Andreas Siemen, dass Kabel Deutschland, sollte alles nach Plan laufen, auch im Folgejahr eine Dividende in Höhe von 1,50 Euro (Dividende für Geschäftsjahr 2011/12) ausschütten dürfte. Siemen sieht trotz Schulden in Höhe von 2,8 Milliarden Euro derzeit keinen Kapitalbedarf. Demnach sei man durchfinanziert bis zum Jahr 2016.

Die genaue Dividendenhöhe wird auf der Hauptversammlung (HV) von Kabel Deutschland festlegt, die am 10. Oktober 2013 stattfinden wird. Auf dieser werden Vorstand und Aufsichtsrat die genaue Dividendenhöhe zur Abstimmung vorschlagen. Die Dividenden sollen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Am auf die HV folgenden Handelstag, dem 11. Oktober 2013, wird aller Voraussicht nach die Dividendenausschüttung erfolgen.

Praktiker plant Kapitalerhöhung

Die Aktionäre der angeschlagenen Baumarktkette Praktiker beraten sich über anstehende Kapitalmaßnahmen. Allerdings sind zwei Großaktionäre gegen den Sanierungskurs des Vorstandes. Im vergangenen Jahr hatte Praktiker einen Verlust von ca. 500 Millionen Euro eingefahren.

Die Aktionäre der Baumarktkette Praktiker treffen sich heute in Hamburg zu einer spannungsgeladenen Hauptversammlung. Es wird über Kapitalmaßnahmen für ca. 234 Praktiker-Filialen beschlossen, die die Filialen im harten Konkurrenzkampf des Handels über Wasser halten soll.
Doch zwei Großaktionäre wollten den geplanten Sanierungskurs verhindern und den Aufsichtsrat auf der ordentlichen Sitzung neu wählen lassen. Sie scheiterten aber vor Gericht.
Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (Sdk) befürchtet eine Filetierung des Unternehmens statt einer Sanierung. Die SdK hat ihr voraussichtliches Votum im Internet veröffentlicht. Sie will die Führung für 2011 nicht entlasten und auch den Kapitalmaßnahmen nicht zustimmen.

Mit einem Verlust von 500 Millionen Euro braucht Praktiker nun einen Sanierungs-Betrag von mehr als 200 Millionen Euro. Wegen einer verfehlten Rabattstrategie im Inland (Praktiker: “20 Prozent auf alles – außer Tiernahrung”) und schwachen Auslandsmärkten ist der Konzern ins Trudeln geraten. Konzernweit sind knapp 20.000 Mitarbeiter bei der Kette beschäftigt.